Mária Esterházy de Galántha (1859 - 1926)

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Kurzbiographie

Kolonialvignetten der Misahöhe

Mária Gräfin Esterházy (genannt Misa) wurde am 8 Mai 1859 in Wien geboren. Sie heiratete am 9 September 1883 in Bratislava August von Wydenbruck. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Sie galt zu Lebzeiten als eine große Förderin der Literatur und Musik.

So führte sie Mark Twain, der in der Zeit von 1897 bis 1899 Wien besuchte, in die Gesellschaft ein. Sie organisierte etwa ein Frühstück von Mark Twain mit Peter Nansen.

Auch mit Arthur Schnitzler hatte sie regen Kontakt. So bezeichnete Sie ihn schon damals als: eigenartigste und feinste Erscheinungen der modernen Literatur.

Neben der Literatur war die Musik ihr zweites großes Anliegen:

Sie sammelte Gelder und stiftete eine Stradivari für Arnold Rosé, den legendärer Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und Primarius des weltberühmten Rosé-Quartetts.

Sie pflegte eine enge Freundschaft mit Gustaf Mahler. So ist bekannt, dass Gustaf Mahler der Tochter Tinette ein Foto von sich mit einem Zitat aus Die Walküre schenkte. Auch Misa selbst schenkte er eine Rohfassung des Finales der zweiten Symphonie, datiert auf den 13 Juni 1894. Mahler lud die Gräfin zu einigen Proben ein und stellte Künstler für die zahlreichen Benefizveranstaltungen zur Verfügung. Als dieser 1907 seinen Rücktritt einreichte war sie eine derjenigen, die ihn davon durch einen offenen Brief abbringen wollte.

Ihr damaliger Verehrer Jesko von Puttkamer taufte im Jahre 1890 ihr zu Ehren einen Ort im heutigen Togo auf den Namen Misahöhe (Missahoe).

Sie starb am 29 August 1926 Wien

Weblinks

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