Pillham

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Geschichte

Schloss Pillham


Pillham wurde 1130 erstmals urkundlich erwähnt. Es ist nicht bekannt, wann hier erstmals ein Herrensitz oder Schloß erbaut wurde. Die Besitzer Pillhams – verschiedene lokale Adelsgeschlechter – wechselten durch Erbschaft und Verkauf häufig.
1601 kaufte Hans Werner Riederer von Paar „Hofmark und Schloß Pilham“. Diese Familie saß fast 100 Jahre in Pillham. Im Jahr 1701 kaufte Johann Josef Franz von Paumgarten die Hofmark Pillham. Die Familie Paumgarten saß bereits seit 1508 in Niederbayern, seit dem 18. Jahrhundert in Ering/Inn. Diese Verbindung zwischen Ering und Pillham blieb bis ins 20. Jahrhundert bestehen, was sich u.a. im Namen der „Schloßbrauerei Ering-Pillham“ ausdrückte.
Das damalige Schloß ist auf einem Kupferstich von Michael Wening dokumentiert. Es hatte 32 Zimmer und eine Schloßkapelle, es wurde allerdings von der Familie Paumgarten nicht bewohnt. Um den laufenden Einquartierungen durch Truppen in den Napoleonischen Kriegen zu entgehen, ließ Graf Paumgarten das Schloß 1809 abreißen. Es blieben bis heute ein einfaches Gutshaus und der Hof mit den landwirtschaftlichen Gebäuden, die zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert stammen.
Mit dem Aussterben der Familie Paumgarten in männlicher Linie ging Pillham durch Einheirat an die Freiherren von Lerchenfeld, die um 1870 die Brauerei modernisierten und vergrößerten. Über die Freiherren Sedlnitzky und Grafen Esterházy blieb Pillham bis heute in Familienbesitz.

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