Landsee

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Geschichte

Burg Landsee

Im Jahr 1548 wurde Landsee dem kaiserlichen Rat und Gespan Erasmus Teufel übergeben. Als dieser von den Türken gefangen genommen und in Istanbul hingerichtet worden war, erwarb der Erzbischof von Gran (Esztergom), Nikolaus Oláh, die Herrschaft. Er übergab sie 1561 seinem Neffen Nikolaus Császár. Dessen Schwiegersohn begann knapp vor 1600 mit dem Ausbau der Burg zu einer mächtigen Festungsanlage.

Als seine Tochter Ursula 1612 Nikolaus Esterházy heiratete, kam Landsee in den Besitz jener Familie, der es auch heute noch gehört. Die Burg wurde der fortgeschrittenen Kriegstechnik entsprechend weiter ausgebaut. Sie diente während der Türkenkriege als Zufluchtsstätte für die Bevölkerung und als Arsenal für die Esterhazyschen Truppen, war aber keiner ernsthaften Belagerung ausgesetzt. 1707 wurde ein Teil der Gebäude durch einen Brand und eine Pulverexplosion schwer beschädigt. Nachdem die Türken durch die Siege Prinz Eugens aus Mitteleuropa vertrieben worden waren, hatte Landsee seine militärische Bedeutung verloren. Die noch vorhandenen Waffen und sonstige Truppenausrüstungen wurden nach Forchtenstein gebracht. 1772 und 1790 brannte die Burg neuerlich. Die Verwaltung der Herrschaft wurde daher nach Lackenbach verlegt und die Anlage dem Verfall preisgegeben. Ihre Mauern dienten der umliegenden Bevölkerung als willkommener Steinbruch zum Bau ihrer Häuser. Ab 1950 kam es zu Renovierungsarbeiten durch einen örtlichen Verschönerungsverein. Die endgültige Sanierung der Hochburg fand 1998 im Rahmen eines EU-Projektes statt. In den letzten Jahren wurden im Burghof Sommerspiele abgehalten.

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