Gols

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Geschichte

Wappen der Gemeinde Gols, Österreich

Am 23. Juli 1818 ereilte Gols das größte Unglück seiner Geschichte durch Feuersbrunst: Um halb elf Uhr nachts brach in der Strohtriste des Matthias Schrammel in der Unteren Neustift Feuer aus; obwohl von allen Seiten schnelle Hilfe herbeieilte, konnte dem Feuer kein Einhalt geboten werden. Innerhalb einer halben Stunde brannten 179 Häuser, darunter die fürstliche Salitterei, 153 Fruchtscheunen (Stadl) und 7 Schupfen nieder.

Auszug aus dem Komitatsarchiv:

"Beschreibung desjenigen Schadens, welchen Instehenden Contribuenten in dem Markt Gols Löblichen Wieselburger Comitats durch die am 23ten Juli 1818 bei der Nacht ausgebrochenen sehr gewaltigen Feuersbrunst an ihren Vermögen erlitten haben."

  • Untertanen des Fürst Nikolaus Esterhazy - 257731 Gulden 37 Kreuzer
  • Untertanen des Grafen Casimir Esterhazy - 7270 Gulden 54 Kreuzer
  • Untertanen des Erzherzog Albrecht - 67180 Gulden 58 Kreuzer
  • Extragebäude und Schaden der Parteyen ev. Bethaus - 15804 Gulden
  • Prediger-, Contor- und Schulhaus - 8980 Gulden
  • Haus des Notars - 555 Gulden
  • Haus der drei Halter - 1344 Gulden
  • Gesamtschaden der Parteyen - 10477 Gulden
  • Gesammtschaden des Marktes Gols - 371818 Gulden 57 Kreuzer

Der Schaden wurde vom Gemeinderichter, zwei Geschworenen, von einem Zimmerermeister, einem Dachdeckmeister und einem Mauermeister aus Mönchhof, behördlich und fachlich geprüft.

Notar Tschokay Joseph

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